Auswirkung der Digitalisierung auf die berufliche Kompetenzentwicklung

12. Ausschreibung

Ausschreibung

Präambel

Die immer weiter fortschreitende Digitalisierung macht auch vor dem Menschen und damit vor der Gesellschaft nicht Halt und bringt einen radikalen Umbruch mit sich.

Klassische Wertschöpfungsstrukturen werden durch neue Technologien, datengetriebene Geschäftsmodelle, digitale Ökosysteme und den Wandel hin zu einer Plattformökonomie verändert. Die digitale Transformation wird folglich auch zu einer grundlegenden Umgestaltung der Arbeits- und Organisationsprozesse in Organisationen führen, wodurch sich völlig neue Qualifizierungsanforderungen ergeben werden. Tätigkeitsprofile verändern sich, und neue - teils deutlich anspruchsvollere - Beschäftigungsmöglichkeiten entstehen, die mehr Zusammenhangswissen erfordern. Anforderungsprofile und Berufsbilder unterlagen auch schon früher Veränderungen, jedoch wird im Zuge der Digitalisierung der Wandel immer schneller vorangetrieben und kaum ein Berufsfeld oder eine Tätigkeit wird davon nicht betroffen sein. Lebenslanges Lernen ist ein entscheidender Faktor, um diese neuen Bedarfe frühzeitig zu adressieren und die Chancen der digitalen Transformation wirksam in eine gesteigerte Produktivität, Innovationsfähigkeit und -geschwindigkeit von Unternehmen umzumünzen.

Die Digitalisierung führt aber nicht nur zu Veränderungen in der Arbeitswelt, sondern setzt auch schon im Bereich der Ausbildung Anpassungen voraus. Hier sind auch Hochschulen gefragt, ihr Know-how stärker in die Aus- sowie Weiterbildung und in den Wissenstransfer für Unternehmen einzubringen. Neue pädagogische Konzepte und neue Medien zur Vermittlung und Konstruktion von Wissen sind unerlässlich, das Internet wird zur flexiblen und schier unerschöpflichen Wissensquelle. Mit den neuen Technologien geht auch eine neue Kommunikationskultur im Bildungswesen einher: Netzwerkstrukturen lösen das alte, zentral organisierte Modell ab.

Eine mit dieser Entwicklung verbundene Herausforderung ist die Verhinderung einer zusätzlichen Zersplitterung der Weiterbildungslandschaft. Ausschlaggebendes Erfolgskriterium neuer und alter Bildungsangebote ist ihre Entsprechung an die Anforderungen der Wissensgesellschaft von morgen. Digital verfügbare Lerninhalte und intelligente Lernsysteme, auf die die Lernenden jederzeit zugreifen können, unterstützen arbeitsplatznahes, bedarfsgerechtes Lernen.

Ein wichtiger Aspekt in diesem Kontext ist auch die Bewusstseinsschärfung für die mit der Digitalisierung einhergehenden Chancen und der Abbau von Ängsten, insbesondere im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz (KI).

Kurz: Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die Kompetenzentwicklung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern?

Allgemeine Ziele des Landes Steiermark im Bereich Digitalisierung

  • Forcierung und Strukturierung des Stärkefeldes Digitalisierung
  • Unterstützung bestehender und Entwicklung neuer themenspezifischer Aktivitäten
  • Kooperation mit neuen und bestehenden Forschungsnetzwerken
  • Forcierung des wissenschaftlichen Diskurses sowie
  • Initiierung und Entwicklung von interdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsprojekten

Thema

Im Zuge des Wandels von der Industrie- zur Wissensgesellschaft ist es aufgrund von Megatrends wie Automatisierung, Digitalisierung, Globalisierung, Neues bzw. Lebenslanges Lernen sowie auch demografischer Entwicklungen (Alterung, Migration) zu relevanten Veränderungen der arbeitsorganisatorischen Ausgestaltung von Arbeitsabläufen in Organisationen gekommen, die auch auf die Qualifikations- und Kompetenzanforderungen der Beschäftigten Einfluss haben.

Der Trend geht hierbei deutlich in Richtung höherqualifizierte Tätigkeiten, wobei breitere und komplexere Aufgabenspektren, verstärkte Umsetzung in Teamwork und Projektarbeit und ein umfassenderes Know-how über betriebliche Prozesse Hand in Hand mit veränderten Flexibilisierungsbedarfen und (Work)Life-Balance-Vorstellungen gehen. Dies betrifft nicht nur die Wirtschaft, sondern führt auch zu Veränderungen in den Bereichen Wissenschaft,

Tourismus, Verwaltung, Kultur und Landwirtschaft. Zwei Skills sind dafür elementar wichtig: die Bereitschaft zu Veränderungen und die Fähigkeit, Kontexte herzustellen.

Nunmehr geht es zu ergründen, inwieweit Digitalisierung Auswirkungen auf die Kompetenzanforderungen der (angehenden) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat und wie diesen erfolgreich entsprochen werden kann.

Einreichzeitraum / Antragstellung

Anträge können bis zum 05. Juli 2019, 12:00 Uhr, an das Postfach der Geschäftsstelle des Zukunftsfonds Steiermark zukunftsfonds.steiermark@stmk.gv.at übermittelt werden.

Für Einreichungen im Rahmen dieser Ausschreibung ist unbedingt folgendes Antragsformular zu verwenden:

 Antragsformular

Verspätet eingereichte Anträge können nicht berücksichtigt werden!

Dotierung / Budget

Für diese Ausschreibung stehen Fördermittel iHv € 1.700.000,00 zur Verfügung, pro Projekt kann eine maximale Projektförderung von € 200.000,00 erzielt werden.

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