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L002: Fachübergreifendes F&E-Center für Mikro- und Nanotechnologie in der Kunststofftechnik. Schwerpunkte: Compoundieren und Oberflächen/Grenzflächen von Polymeren und Polymercomposites

Laufzeit: 01.08.2010 bis 31.03.2013

Montanuniversität Leoben

Polymere Werkstoffe, darunter die Kunststoffe im engeren Sinn, sind eine verhältnismäßig junge Werkstoffklasse. Sie finden heute als High-Performance-Struktur- und Funktionswerkstoffe in technisch konstruktiven Bereichen breiten Einsatz, ebenso nimmt die Anwendung von polymeren Werkstoffen in den Bereichen Automobil- und Luftfahrtindustrie, Elektronik und Elektrotechnik, Energiespeicherung, Medizintechnik und Beschichtungstechnik stetig zu. In den letzten Jahren haben sich durch die Nanotechnologie weitere faszinierende Möglichkeiten für diese Werkstoffe ergeben. Die Nanotechnologie wird als eine der Schlüsseltechnologien des Jahrtausends gesehen, und von ihr werden entscheidende Beiträge bei den Entwicklungen in der Medizintechnik, Biotechnologie, Energietechnik oder Lebensmitteltechnik erwartet. Bei der Umsetzung der vielen Patente und Ideen der Nanowissenschaft in Produkte kommt der Kunststoffverarbeitung eine besondere Rolle dazu, da es mit Hilfe der Kunststofftechnologie möglich ist, große Stückzahlen zu niedrigen Kosten industriell herzustellen. Erst damit kann das Potential der Nanotechnologie umgesetzt werden.

Im vorliegenden Infrastrukturprojekt ist die Einrichtung eines F&E-Center für Mikro- und Nanotechnologie in der Kunststofftechnik an der Montanunversität Leoben geplant. Mit der beantragten Infrastruktur sollen vor allem zwei Verfahren, die neue und zusätzliche Funktionalitäten in Kunststoffprodukte einbringen können, ermöglicht und umgesetzt werden:

Funktionalisieren von Kunststoffoberflächen durch Mikro- oder Nanostrukturierung
Funktionalisieren durch das Compoundieren von Nanopartikeln in den Kunststoff (Nanocomposites)
Das beantragte F&E-Center für Mikro- und Nanotechnologie in der Kunststofftechnik soll erster Ansprechpartner für das Mikro- und Nanostrukturieren von Kunststoffoberflächen in Österreich und den angrenzenden Nachbarländern werden. Hierzu sollen die Kompetenzen auf dem Gebiet der Werkstoffentwicklung und Charakterisierung von Werkstoffen und deren Oberflächen ausgebaut werden; vor allem hinsichtlich des Compoundierens von Polymer-Nanocomposites und hinsichtlich der Qualitätskontrolle bei der Herstellung von Composit-Materialien. In diesem Zusammenhang soll Know-how bei der Entwicklung und Anwendung von oberflächensensitiven Charakterisierungsmethoden sowohl für die anorganischen Partikel als auch für die Kunststoffoberflächen erarbeitet werden.

Dieses F&E Center stellt einen essentiellen Beitrag zur Schaffung eines „European Center of Excellence" am Forschungsstandort Leoben mit großer internationaler Sichtbarkeit dar und steht im Einklang mit der Strategie der Montanuniversität Leoben und der wissenschaftlich technischen Ausrichtung des per 01.01.2010 genehmigten Polymer Competence Centers Leoben (PCCL-K1).

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